Willkommen in einer Nische jenseits des allgegenwärtigen hochbordigen und breiten Segelbootes.

Hier geht es um einen eleganten und mühelos segelnden Kontrapunkt, Swede 55. Eines der ersten der sogenannten Spirit of Tradition Boote, kursstabil und dennoch verblüffend drehfreudig. Eine Yacht mit Löffelbug, gestrecktem Heck und ansehnlichem Deckssprung. Lang und ausgewogen. Ein Boot, das die beinahe vergessene Anmutung traditionell schöner Linien mit den Vorzügen der robusten und pflegeleichten GfK Bauweise zusammen bringt.

Ein bezaubernder Mix aus zurückgenommen skandinavischem Design und Funktion. Ein Hingucker aus vergangen Tagen, der verschiedene Welten vereint: Sensibel wie eine Jolle oder eine kleines offenes Kielboot und so schnell wie 13 Meter Wasserlinie sein können. Ein Genuß am Wind und ein Meilenfresser raumschots. Ein Wochenend- und Familienboot mit einem beeindruckenden Hochsee Regatta Logbuch. Ästhetisches Sportgerät mit dem Komfort, den eine Familie, Freunde oder zwei Ehepaare an Bord brauchen. Verführerisch wie ein Segelboot sein sollte.

Gerne biete ich auf dieser Webseite Einblick mit ersten Informationen, zeige die Herkunft und erkläre das Konzept des sogenannten Leichtdeplacements. Für alle, die näher interessiert sind, habe ich eine Literaturliste zusammengetragen. Darüber hinaus helfe ich – kostenpflichtig – Interessenten und Eignern beratend und liefere Ersatzteile. Sollten Sie einmal Swede 55 segeln wollen: Auch das ist ab Lemkenhafen/Fehmarn möglich.

Swede 55

Das Boot wurde 1975 vom Stockholmer Yachtkonstrukteur Knud Reimers als tourentaugliche Variante des klassischen Schärenkreuzers entworfen. Dieser Bootstyp wird für seine Schnelligkeit, Schönheit und großen Segelgenuss geschätzt. Angelehnt an die Eleganz des Vorbilds sollte ein familienfreundliches Boot mit mehr Komfort entstehen.

Die etwas breitere Swede 55 bietet mehr Platz und Stehhöhe in der langen Kajüte. Die Sitzkuhle ist zwischen Aufbau und der separaten Achterkajüte eingelassen. Diese Mittelplicht ist so sicher wie bei einem gemütlichen Motorsegler. Gerade bei rauher See ist es angenehm, noch ein paar Meter Schiff hinter sich zu haben.

Swede 55 geht leicht durch's Wasser © Swedesail

Swede 55 geht leicht durch’s Wasser © Swedesail

Mit ihrer schnittig schlanken Form hat Gamle Swede ausgezeichnete Rauhwasser-Eigenschaften. Wie beim Auto mit langem Radstand ergeben die vielen Meter zwischen Kiel und Ruder eine ausgezeichnete Spurtreue. Die dänische Südsee ist in wenigen Stunden von Fehmarn aus erreicht.

Bootsdaten

Länge über alles 16 m
Länge Wasserlinie 13 m
Breite 3 m
Tiefgang 2,06 m
Gewicht (halb beladen) 8,5 t
Brückendurchfahrtshöhe 18,1 m
nominelle Segelfläche (daher Swede 55) 55 qm
Groß und Fock 74 qm
Genua 42 qm
Spinnaker 130 qm
Rumpfgeschwindigkeit 9 kn
Spitzengeschwindigkeit 22 kn

Ausrüstung

Fünf Segel, Doppelnut-Regatta Profilvorstag
130 qm Spinnaker, Spinnaker- und Jockeybaum
Fallen, Reff- und Trimmleinen in der Plicht beschriftet
acht neue selbstholende Zweigang-Edelstahlwinschen
Gridkompass mit 1 Grad genauer Kursvorwahl, Echolot/Logge, Wasserthermometer
Badeleiter, Decksdusche, Sonnenzelt
Pantry mit leistungsfähigem Kühlschrank, dreiflammigem Herd und Backofen
separate 140 Amperestunden Bordnetzbatterie, 12 und 220 Volt Steckdosen
handlicher und sicherer Anker mit Kettenvorlauf
35 PS Dreizylinder Volvo, Saildrive und Dreiblatt Drehflügelpropeller, 74 l Dieseltank
235 l Frischwasser für Dusche & Pantry
220 Volt Landanschluß, Batterieladegerät

Unter Deck

Die Kajüten verteilen sich auf 13 m Länge © Swedesail

Die Kajüten verteilen sich auf 13 m Länge © Swedesail

Der Einrichtungsplan zeigt die Kajüten mit Pantry und Navigationsplatz im Eingangsbereich und dem Badezimmer vorne. Vorschiff und Salon sind für Sie reserviert. So haben Sie die bequemsten Kajüten mit Stehhöhe für sich. Die besten Kojen gibt es mittschiffs mit 1 x 2,20 m im Salon. Der Skipper wohnt in der Achterkajüte im Heck.

Das Vorschiff mit separatem Zugang über die Decksluke hat zwei 2 m Kojen (grün eingezeichnet). Die Sofas/großen Klappkojen im Salon und die Lotsenkoje neben dem Niedergang sind blau. Die Lotsenkoje neben dem Eingang (80 cm x 2 m) ist bei Kindern beliebt.

Im Sommer wird bei schönem Wetter draußen in der bequemen Mittelplicht zu Abend gegessen. An kühlen Tagen finden im Salon in der Mitte des Bootes sechs Erwachsene Platz am großen Klapptisch. Wir haben auch schon zu zehnt nach Regatten im Salon gefeiert.

Das Boot ist gediegen in edlem Teak ausgebaut. Der Rumpf ist mit luftig leichten Leisten (Wegerung) verkleidet. Ein stimmiges und zweckmäßiges Ambiente.

Geschichte

In den Dreißigerjahren hatte der Segler, Bootsbauer und Publizist Uffa Fox aus Cowes/Isle of Wight auf die Vorzüge des Schärenkreuzers aufmerksam gemacht. Nach dem Krieg bewies der Brite H.G. „Blondie“ Hasler mit kühnen Törns seines Schärenkreuzers Tre Sang in der Irischen See erneut die Qualitäten des sogenannten Leichtdeplacements. Seine Erkenntnis: Der leichte, schlanke und flachbordige Schärenkreuzer braucht zum Segeln weniger Energie und damit Segelfläche, als das herkömmlich schwere und breite Boot. Vor allem war entgegen der Annahme der notorisch konservativen Segelszene bewiesen, dass das Leichtdeplacement seetüchtig ist. Mit ihren Booten und Reisen läuteten Fox und Hasler ein neues Denken im Yachtbau ein. Es setzte sich zunächst auf den Regattabahnen durch.

Swede 55 Vorläufer Siska

Die Erfolge der größeren Fidelis und Siska in australischen Gewässern hatten die Vorteile des schnittig schlanken, langen und leichten Bootstyps gezeigt, der mit weniger Tuch besser als die herkömmlich breite und schwere Yacht segelt. Dieses Konzept wurde mit Swede 55 in eine zeitgemäß moderne Bauweise, unter anderem einem Balsa-Sandwichdeck, übertragen.

Wie der Entwurf vom Januar 1975 zeigt, war Swede 55 wie die 75er Schäre Bacchant von Knud Reimers zunächst als Langkieler gedacht. Das am Kiel hängende Ruderblatt war bei klassischen Booten üblich und gemäß schwedischem Reglement für den Schärenkreuzer auch vorgeschrieben.

Der erste langkielige Swede 55- Entwurf © Sjöhistoriska museet

Der erste langkielige Swede 55- Entwurf © Sjöhistoriska museet

Die zweite Zeichnung zeigt mit rot skizzierten Änderungen den Schritt zur modernen Kiel- und Ruderkonfiguration, wie er bis Sommer 1975 – unterstützt von Stockholmer Spezialisten Prof. Sven Olof Ridder – mit speziellen NACA-Profilen ausgeführt wurde.

Änderung vom Lang- zum modernen Flossenkieler mit separatem Ruder © Sjöhistoriska museet

Änderung vom Lang- zum modernen Flossenkieler mit separatem Ruder © Sjöhistoriska museet

Die Teilung von Kiel und Ruder bietet Kursstabilität und zugleich Wendigkeit auf See und beim Manövrieren im engen Hafen. Ruderausschläge werden dosiert und prompt umgesetzt. Der große Abstand beider Flächen bietet sensiblen Steuergenuß. Das achtern freistehende, Skeg-lose Ruderblatt galt damals als Wagnis, ebenso die einmastige Takelage mit zwei etwas größeren Tüchern. Heute selbstverständliche Helfer wie die selbstholende Winsch waren damals noch nicht üblich.

Zu den weiteren Änderungen (Plicht, Steuerstand, Motorraum, weiter vorne angeordnetes Vorstag) gehörte auch die Verlängerung des Rumpfes von 15,72 auf 16 m. Die dritte Zeichnung zeigt die damals ebenfalls vorgesehene, aber verworfene Takelung als Zweimaster.

Swede 55 Temptress beim Start am 4. Juli 1982

Der Erfolg des kalifornischen Swede 55-Seglers Jim Walton mit Temptress bei der San Francisco-Hawaii Regatta 1982 führte zur Entwicklung der Super Swede 53 (16,30 x 3,70 x 2,43 m, 12 t, 6,5 t Ballast, 120 qm am Wind) nach Plänen von Peter Norlin. Es blieb bei einem, in Tunesien gebauten Prototypen, der über einen schwedischen Eigner nach Deutschland gelangte.

Weitere Informationen

Folgende Zeitschriften- und Zeitungsartikel, Broschüren oder Bücher informieren über Swede 55 als Weiterentwicklung des klassischen Schärenkreuzers. Hier finden Sie mehr über den Konstrukteur, Swede 55-Vorläufer, namhafte Boote, Schärenkreuzerflotten und Seglerpersönlichkeiten.

Swede 55 als Ketsch © Sjöhistoriska museet

Swede 55 als Ketsch © Sjöhistoriska museet

Swede 55
Broschüre Swede 55 Projekt (englisch)
Broschüre Swede 55 Fisksätra Werft (deutsch)
Artikel in Nautical Quarterly Heft 6, 1979 (englisch)
Bootstest in Seilas 4/1979 (norwegisch)
Temptress Wins 2,126 Mile Race to Kauai/Hawaii Sail Magazine Oct 1982 (englisch)
Vortex, a Swede 55 reinterpreted in wood, Wooden Boat 100 May/June 1991 (englisch)

Knud Reimers
Variation der schönen Linie, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (deutsch)
Knud H. Reimers, Klassiker! 2/15 (deutsch)

Schärenkreuzer allgemein
Schären mit Geschichte, Yacht 14/92 (deutsch)
The Square-Metres, Wooden Boat 114, Sept/Okt. 93 (englisch)
Die rasenden Zahnstocher, Nordis Magazin 4/95 (deutsch)

Schärenkreuzerflotten
Australien: An outstanding class, Australian Yachting May 1992 (englisch)
Plattensee: Die Schären vom Balaton, Yacht 21/02 (deutsch)
Bodensee: Schöner Segeln, Magazin Bodenseewoche Juni/09 (deutsch)
30er Szene Bodensee: Schönheiten, die übers Wasser schweben, Handelsblatt/Sailaffairs März 07 (deutsch)
Fehmarn/Ostsee: Schlank & Rank, Spitzentreffen Yacht 2009 (deutsch)
100 Jahre Schärenkreuzer 1908 – 2008, Länge läuft, Segeln einer 15er und 150er Schäre, Yacht Classic 1/08 (deutsch)
Die reine Lehre, Ursprung und Entwicklung der Schärenkreuzer, Yacht Classic 1/08 (deutsch)

Bootsporträts

Super Swede 53 von Anfang der Achtzigerjahre © Swedesail

Super Swede 53 von Anfang der Achtzigerjahre © Swedesail

25 m Yawl Agneta: En anspråkslos dam, Segling 8/96 (schwedisch)
Agneta: Die Passion des Avocato, Yachting & Style 4/07 (deutsch)
75er Bacchant: Tropenholz- Torpedo 75er Schäre Bacchant, Yacht 12/99 (deutsch)
30er Tre Sang: Eine Frage der Schäre, Yacht 20/01 (deutsch)
40er Argo & Hagen: Der ganz normale Wahnsinn, Yacht 11/08 (deutsch)
40er Neubau Aphrodite: Die falsche und die richtige Art des Wartens, FAS 16/10 (deutsch)
75er Schäre Nemere II: Schönheit für den Plattensee, Boote Exclusiv 3/03 (deutsch)
30er Schäre Rumbleseat, Gewinnerin des Transpac Race 1996 Classic Boat Heft 111, September 97 (englisch)

Schärenkreuzersegler

Segelplan der Super Swede 53 © Swedesail

Segelplan der Super Swede 53 © Swedesail

Uffa Fox, Genie im Gleitzustand, FAS 50/08 (deutsch)
Horst Janson, Der Schwarm des Schwarms, Yacht 1/03 (deutsch)
Georg Milz, Schären im Kopf, Yacht 4/07 (deutsch)
Holzbootliebhaber oder das Schweigen der Planken FAS 45/09 (deutsch)

Bücher
• Uffa Fox: Sailing, Seamanship & Yacht-Construction (1934), Second Book (1935), Sail & Power (1936), Racing, Cruising & Design (1937), Thoughts on Yachts & Yachting (1938), teilweise neu aufgelegt, antiquarisch zu bekommen
• Per Thelander: Alla våra Skärgårdskryssare, Svenska Skärgårdskryssareförbundet (SSKF), Stockholm 1991, 160 Seiten schwedisch, u. U. antiquarisch, ISBN 91-970902-1-2
• Per Thelander, Maria Thorsell: Jakt på‚ kryss. 25 år med Svenska Skärgårdskryssareförbundet, Stockholm 1997, 212 Seiten schwedisch, ISSN: 0282-4892
• Lars Nordlund: The world of Squaremetres. The Square Metre Rule – 100 years. Facts, history and reports from all over the globe. SSKF, Stockholm 2008, 319 Seiten, im Buchhandel oder Internet zu bestellen, ISBN 978-91-633-3069-8
• Roland Perry: Sailing to the moon. The Biography of Rolly Tasker, Australia’s Greatest All-Round Yachtsman. Pennon Publishing, Melbourne 2008, 384 Seiten. ISBN 9781920997069
• Internationale Vereinigung der 30 qm Schärenkreuzer-Klasse e.V.: Schärenkreuzer im Herzen Europas. Geschichte und Geschichten der Schärenkreuzer in Bayern, am Bodensee und in der Schweiz. Konstanz 2010, 320 Seiten, 48 Euro, im Buchhandel oder Internet zu bestellen. ISBN: 978-3-7977-0559-4

Diese Informationen wurden seit 1979 zusammengetragen, teils selbst recherchiert und geschrieben.

Knud Reimers

Knud Reimers © Sjöhistoriska museet

Knud Reimers © Sjöhistoriska museet

Reimers Briefkopf © © Sjöhistoriska museet

Reimers Briefkopf © © Sjöhistoriska museet

Der gebürtige Däne Knud H. Reimers (1906-87) lernt in den Zwanzigerjahren zunächst in Kiel bei der Friedrich Krupp Germaniawerft Schiffbau, dann von Werftchef Henry Rasmussen angeleitet in Bremen Lemwerder bei Abeking & Rasmussen den Entwurf ansehnlich-schneller Yachten.

Reimers Konstruktion Tumlare © Sjöhistoriska museet

Reimers Konstruktion Tumlare © Sjöhistoriska museet

1930 übernimmt er das Büro des talentierten Regattaseglers und Rasmussen-Rivalen Gustav A. Estlander. Das neue Logo mit den Initialen „KR“ ähnelt nicht zufällig dem der angesehenen Yachtwerft “A&R”. 1934 entsteht der weltweit rasch verbreitete Doppelender Tumlare, ein Vorläufer von Adlard Coles berühmter Cohoe.

75er Schärenkreuzer Bacchant © Classicsailboats.org

75er Schärenkreuzer Bacchant © Classicsailboats.org

1936 zeichnet Reimers den 75 Quadratmeter Schärenkreuzer Bacchant. Das 19 m Boot segelt zahlreiche Chicago – Mackinac Langstreckenregatten auf dem Michigan See und liegt neuerdings wieder in seinem ursprünglichen Revier, den Stockholmer Schären.

Agneta © Sandeman

Agneta © Sandeman

1948 entwirft Reimers die vom klassischen Schärenkreuzer inspirierte 25 m Yawl Agneta. Das Schiff gehört 1958 bis Mitte der 80er dem italienischen Industriellen Giovanni Agnelli und schmückt nach wie vor die Klassikerregatten des Mittelmeeres.

Knud Reimers 1975 in seinem Büro in Östermalm/Stockholm © Sjöhistoriska museet

Knud Reimers 1975 in seinem Büro in Östermalm/Stockholm © Sjöhistoriska museet

Ende der 60er Jahre leitet Reimers‘ Bijou-Typ die süddeutsche Renaissance des klassischen 30 qm Schärenkreuzers mit zahlreichen Neubauten ein. Nach wie vor ermittelt die Klasse auf dem Bodensee ihre Jahreswertung mit dem Reimers Pokal.

Fidelis beim Sydney - Hobart Race 1966 © Cruising Yacht Club of Australia

Fidelis beim Sydney – Hobart Race 1966 © Cruising Yacht Club of Australia

1964 entsteht mit der 18,60 m langen Fidelis im neuseeländischen Auckland eine Swede 55 ähnliche, moderne Bacchant-Variante. Das Boot segelt in der südlichen Hemisphäre viele Langstreckenregatten erfolgreich, darunter der vielbeachtete Sieg der Sydney-Hobart Regatta mit deutlichem Vorsprung. Der drei Meter breite und 12 t leichte Hochseeklassiker ist nach wie vor in Sydney beheimatet.

Fidelis, Siegerin der Sydney-Hobart Langstreckenregatta im Ziel © Rolex Sydney Hobart Yacht Race

Fidelis, Siegerin der Sydney-Hobart Langstreckenregatta im Ziel © Rolex Sydney Hobart Yacht Race

 

1975 entwirft Reimers für Mitglieder des Stockholmer KSSS Swede 55, eine vom klassischen Schärenkreuzer weiterentwickelte Tourenschäre mit moderat angehobenem Freibord und nominell 55 Quadratmetern Segelfläche (daher die Typbezeichnung des 52 Fuß langen Bootes). Der Entwurf ist von Rolly Taskers berühmter Siska, einer für das Sydney-Hobart Rennen modifizierten Reimers 40er-Schäre von 1939 inspiriert. Die flachbordig filigrane, gut 15 m lange und 2,6 m breite Siska überzeugt 1969 bei der 630 Seemeilen Regatta nach langer Führung mit einem respektablen vierten Platz von 75 Booten – deutlich vor Alan Bonds Neubau Apollo. Mehr dazu in der Rubrik Wissen.

Beratung

Sie überlegen einen S30 Tourenschärenkreuzer, eine Swede 41 oder Swede 55 zu kaufen und möchten wissen, worauf zu achten ist? Sie sind bereits Eigner eines solchen Bootes und brauchen Rat? Planen Sie eine Reparatur und möchten Hinweise, wie, mit welchem Werkzeug, Zubehör oder Lieferanten Sie Ihr Ziel am besten erreichen?

Bekanntlich geht ein Großteil der Zeit beim handwerklichen Arbeiten in die Vorbereitung. Wenn Sie hier gleich richtig ansetzen, sparen Sie Zeit, Material, Geld und auch Lehrgeld. Nutzen Sie meine jahrzehntelange Praxis beim Betrieb, der Pflege, der Wartung, Reparatur oder Optimierung. Zwei Varianten haben sich bewährt:

A: Sie haben eine Frage zum Kauf/Verkauf oder zur Reparatur eines Bootes?
B: Sie brauchen in einem bestimmten Zeitraum, beispielsweise beim Kauf, während der Übernahme oder Instandsetzung eines Bootes wiederholt Rat? Buchen Sie eine Beratungs-Flatrate für die absehbare Zeit. Sie bekommen im Lauf von sechs oder zwölf Monaten Antworten zu all Ihren Fragen von mir.

So geht es: Sie nennen Ihren Beratungswunsch und erhalten von mir ein Angebot. Nach Zahlung des vereinbarten Honorars stehe ich Ihnen mit meinem Wissen per Variante A oder B zur Verfügung. Die Beratung erfolgt zu einer fest vereinbarten Pauschale. Gratis Auskünfte gleich welcher Art sind nicht möglich.

Ich habe bislang Bootsbauer und Eigner in Deutschland, der Schweiz, in Südafrika und den USA beraten.

Beratungsbeispiele zu Swede 55

Zu folgenden Maßnahmen kann ich Ihnen anhand eigener Erfahrung helfen:

  • Austausch der Seeventile (alters- und sicherheitshalber) in geeignetem Material
  • Profilierung von Kielflosse und Ruderblatt, Nachziehen der Kielbolzen
  • Fertigung und Einbau neuer Ruderlagerbuchsen, Details zum Ruderkoker und Ruderwelle
  • Einbau dichter neuer Fensterrahmen, siehe die Rubrik Zubehör
  • Einbau neuer Skylights für den Salon und Toilettenraum
  • Umbau des Reitbalkens für einen gescheiten Traveller
  • Änderung des Backstags zur schnellen Bedienung durch den Steuermann
  • Batteriedimensionierung (Anlasser- und Bordnetzbatterie) und sicherer Einbau
  • Nachrüstung von Tankanzeigen für die Frischwasser- und Dieseltanks
  • Original Swede 55-Logo für das Großtuch: Form, Farbe und Platzierung im Segel
  • bewährte Reffgrößen für das Großsegel
  • Auswahl passender Winschen zum schnellen Reffen des Großsegels
  • Änderung der Reffhaken
  • Prüfung und Ersatz der Terminals = Wantaufhängungen im Mast
  • Ausbau, Prüfung und Einbau der Püttinge und Rüsteisen für die Unter-, Mittel- und Oberwanten
  • Beseitigung üblicher Leckagen an Deck: Lüfter, Fenster, Skylights, Relingsfüße, Püttinge, Beschläge
  • Umrüstung der Unterdecks-Beleuchtung vom pflegeintensivem Messing zu Niro
  • gezielter Umbau der Peripherie und Maschine für den wartungsfreundlichen und sicheren Betrieb: einfaches Frischwasserspülen der Seewasserkühlung, Seewasserfilter, Keilriemenspannvorrichtung, Nachrüstung Alarm
  • Umstieg auf Drehflügelpropeller: widerstandsarme Segelstellung, sicheres Aufstoppen des Bootes bei Hafenmanövern
  • Neubau eines dauerhaft leichtgängigen und zum Stil von Swede 55 passenden Schiebeluk
  • Versicherung Ihres Bootes (worauf zu achten ist)

Swedesail hat die Linien und sämtliche Laminier- und Baupläne zu Swede 55.

Was Kunden sagen

„Als Eigner einer gebraucht gekauften Swede 41* lernte ich Herrn Braschos nach telefonischer Kontaktaufnahme anläßlich der Hamburger Bootsausstellung 2014 kennen und entschied mich zunächst für eine einjährige Beratung zum vorab vereinbarten Tarif. Innerhalb des Jahres ergaben sich Fragen zu folgenden Themen:

  • Reparatur eines undichten Pütting
  • klapperndes Ruderlager (Ursachen und Reparatur)
  • empfehlenswerter Mastfall/Mastrimm
  • Segelwahl
  • WC-Umbau
  • Liegeplatz Ostsee

Meine Fragen wurden prompt beantwortet. Ich habe mit Herrn Braschos einen kompetenten und lösungsorientierten, kosten- und zeitbewusst arbeitenden Berater gefunden. Ich bin mit der Beratung so zufrieden, dass ich sie fortgesetzt habe.“

Paul Frey, Bad Ragaz/Schweiz

*Swede 41 wurde in den Neunziger Jahren als Nachfolger des beliebten S30 Tourenschärenkreuzers gebaut und von SWEDESAIL in Mitteleuropa verkauft.

Ersatzteile

  • Swede 55-Bugbeschlag. Geschweißte und elektropolierte Niro-Sonderanfertigung in zweckmäßiger und formschöner Machart
  • zu jeder Verwendung bei Swede 55 passende Borddurchführungen, Seeventile und weiteres Zubehör
  • neue Fensterrahmen für Swede 55
  • Decksumlenker bb und stb neben dem Mast
  • neues Vor- und Achterstag, Unter-, Mittel- und Oberwanten für Swede 55
  • passende Winschen neben dem Niedergang für Fallen, Reff- und Trimmleinen
  • richtig dimensionierte Zweigang-Vorschotwinschen
  • leichtgängige, effiziente und insgesamt leichte Großschotführung
  • neues Backstags-Arrangement mit Dyneema-Endlosleine und passenden Winschen
  • Notpinne, Reservesteuerseile und Zubehör
  • Original Fisksätra Steuerrad mit 83 cm Durchmesser
  • auf 100 cm Durchmesser vergrößertes Steuerrad (Sonderanfertigung)
  • Flaggenstockhalter in passender Neigung
  • mobile, ausklappbare Badeleiter (Original Design) in Edelstahl

Planen Sie bitte für die technische Klärung, die Anfertigung und Beschaffung Zeit ein.

Angebote

 

Über Swedesail

Der 1991 gegründete Hamburger Yachtdienstleister Swedesail

  • bietet Mitsegel-Gelegenheiten an Bord einer Swede 55 ab Fehmarn. Mehr dazu bei www.malsegeln.de
  • berät Interessenten und Swede 55-Segler beim Kauf, der Instandhaltung, Optimierung oder Reparaturen
  • liefert Zubehör zu diesen Booten
  • verkaufte in den Neunzigerjahren S30 und Swede 55-Neubauten, gebrauchte Swede 55 und eine Super Swede 53

mit langjährigem Swede 55-know how.

Ich bin Erdmann Braschos, ein versierter Segler und gelassener Mittfünfziger, der das Handwerk seit Jahrzehnten beherrscht. Ich kümmere mich um alles und begleite Sie auf unserem gemeinsamen Törn. Meine Segelfreunde und durchweg zufriedenen Kunden kennen mich als freundlich, zurückhaltend und aufmerksam.

Ich zeige Buch über das SeesegelnIhnen die wichtigsten Handgriffe und worauf es auf dem Wasser ankommt. Bordsprache ist übrigens deutsch statt fachchinesisch: Wozu backbord und steuerbord sagen, wenn jeder links und rechts versteht?

Ich segele das Boot mit einer permanent bestehenden Crew – und seit Jahren gelegentlich auch mit Gästen: allüren- und nikotinfrei. Zurückhaltend im Auftreten und Umgang.

Ich bin seit dem sechsten Lebensjahr mit dem Metier und vielen Booten vertraut: Wenn man etwas eine Weile mit anhaltender Begeisterung macht, betreibt man mit gelassener Übersicht.

Als Spezialist für Bootsbau, Klassiker und Yachtkonstruktion bin ich dem Metier auch beruflich verbunden: als langjähriger Autor der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Süddeutschen Zeitung, zahlreicher Fachzeitschriften und mehrerer Blogs. Ich kenne von der Optimistenjolle über die 40 m lange J Klasse, Wallys bis hin zum 90 m Dreimaster Athena unterschiedliche Boote. In den Neunzigern setzte ich mich für den Erhalt des 46 m Kutters Lulworth ein. 2009 beschaffte ich Unterlagen zur Rekonstruktion der einstigen Krupp Yacht Germania. Der 60 m Schoner segelt seit 2011 als Germania Nova.Buch über Reimers Motoryacht

Ich veröffentlichte über die Praxis des Seesegelns, schrieb über das letzte Exemplar der Riva Tritone 258 von 1966, einen Ratgeber zum Bootskauf und 2016 ein Buch über Santa Cecilia, eine klassische Knud Reimers-Motoryacht von 1938.

Mehr über meine Arbeit erfahren Sie bei www.braschos.de

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Dank an Michael Amme, Beken of Cowes, Christian Boedtker, Hans-Ulrich Eichler, Moritz Friedl, Sören Hese/Sailpower, Nico Krauss, Stephan Roepke/Picturecoast, Britta Rosehr, Prof. Göran Pohl, Dr. Jan Schulte-Hillen, den Seglerverein Lemkenhafen Fehmarn, Peter Andrin Steiner, Sven Treskatsch, Barbara Wasner, Bruno Werner und Nicole Werner für die Filme und Fotos; an Lars Bergström (†), Effi (†) und Per Reimers, Prof. Sven Olof Ridder (†), das Sjöhistoriska Museet Stockholm und Fredi Winterhalter für die Informationen; Anja Andresen, Cloudsters Hamburg, Gunda Gerig und Christoph Karsten für Rat und Tat zu dieser Website.

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Weiterer Dank an Lars Bergström (†), Effi (†) und Per Reimers, Prof. Sven Olof Ridder (†), das Sjöhistoriska Museet Stockholm und Fredi Winterhalter von der Werft Beck & Söhne/Insel Reichenau; Anja Andresen, Dina Sierralta und Christoph Karsten für die Unterstützung, Gunda Gerig für Illustrationen.