Über Swedesail

Swede 55 Segler und Swedesail-Gründer Erdmann Braschos - Foto Swedesail
Swedesail-Gründer Erdmann Braschos – Foto Swedesail

Die Tourenschärenkreuzer der Siebzigerjahre sind tolle Schiffe. Sie sind pflegeleicht und robust, allerdings etwas schwer.

Swede 75 Promotion in der Segler-Zeitung 1994
Swede 75 in der Segler-Zeitung 1994

1991 gründete ich, beeindruckt von den Möglichkeiten moderner Faserverbundwerkstoffe von SP-Systems (heute Gurit), den Yachtdienstleister Swedesail. Damals legte ein kleine schwedische Werft den Tourenschärenkreuzer S30 als Swede 41 und Swede 55 als Swede 75 in fortschrittlich leichter Bauweise neu auf.

Als ich im Mai 1992 den Swede 75 Prototyp vor Kiel-Schilksee präsentierte, faszinierte der Neubau mit Segeleigenschaften, die denen leerer Admiral’s Cupper beim Training zur Maior-Regatta vergleichbar waren.

Swede 55 in Kompositbauweise

Halb so breit wie übliche Boote: 30er Tourenschärenkreuzer Lotus in der Marina Baltica/Travemünde - Foto Erdmann Braschos
Halb so breit wie übliche Boote: Die 30er Tourenschäre Lotus in der Marina Baltica/Travemünde – Foto Erdmann Braschos

Ich segele seit meinem sechsten Lebensjahr, begann in der Optimistenjolle, bald Regatten in der Europe und Pirat. In den Siebzigerjahren folgten Skandinavientörns mit einem 30er Tourenschärenkreuzer Typ Lotus: 12 m lang, 2,15 m breit und ganze 2,6 t schwer. Die Passage des Skagerrak, die Umsegelung der Südwestküste Norwegens nach Stavanger oder eine schnelle dreitägige Reise von Großenbrode zu den Åaland Inseln prägten mich. Dann war es Zeit für Swede 55 mit etwas mehr Komfort, mit Steh- statt Bückhöhe, Toilettenraum statt Eimer und einem zuverlässigen Motor. In den Neunzigerjahren veröffentlichte ich über Schärenkreuzer und Meteryachten. Meine Artikel über Bootsrestauration, Konstrukteure, Segler und Werften haben zur Renaissance klassischer Yachten beigetragen.

Super Swede 53 im Bau - Foto Erdmann Braschos
Super Swede 53 in Hergla/Tunesien im Bau – Foto Erdmann Braschos
Kapitel zum Buch des Blauwasserseglers Wilfried Erdmann 1992/1995
Kapitel zum Buch des Blauwasserseglers Wilfried Erdmann 1992/1995

Ich verkaufte den Swede 75 Prototyp und einige Swede 41 Neubauten nach Deutschland und ans Mittelmeer, gebrauchte Swede 55, eine Super Swede 53 und gründete kühn einen Vertrieb in der 405 Lexington Avenue in Manhattan, den ich unbescheiden Swedesail North America nannte. Die 71ste Etage im Chrysler Hochhaus war keine schlechte Adresse. Dort führte ein Immobilienmann in Uptown New York etwas einträglichere Geschäfte.

Beratung von Käufern und Eignern

Beiträge zur Enzyklopädie der Yachtkonstrukteure, New York 2005 © W.W Norton & Company
Beiträge zur Enzyklopädie der Yachtkonstrukteure, New York 2005 – Foto W. W. Norton & Company

Enttäuscht von der Kommunikation/Termintreue der schwedischen Kollegen und Qualität der Boote stelle ich den Vertrieb 1997 ein. Ich konzentrierte mich auf meine journalistische Arbeit und das eigene Schiff. Heute berate ich Interessenten, Käufer und Eigner beim anstehenden Kauf, bei Reparaturen, Instandhaltung und unterstütze bis hin zum Verkauf. Grundlage dazu ist meine jahrzehntelange Erfahrung mit 30 und 55 qm Tourenschärenkreuzern, der langjährige Betrieb von Swede 55 und Kenntnis der Branche.